Zuverlässige Sicherheitsbremsen für Regalbediengeräte

Ein innovatives Antriebskonzept sorgt im Regalbediengerät Colibri der Firma Winkel für maximale Umschlagsleistung und Raumeinsparungen. Unverzichtbare Komponenten sind dabei die bewährten ROBA-stop®-M-Sicherheitsbremsen von mayr® Antriebstechnik. Das Bremssystem erfüllt die Anforderungen des Performance Level PL d nach EN ISO 13849-1 und ist vom TÜV geprüft.

Fahrgeschwindigkeiten bis zu 6 m/s und Beschleunigungswerte von bis zu 5 m/s2 – in modernen Hochregallagern kommen heute hochdynamische Regalbediengeräte zum Einsatz, die mit größter Genauigkeit verfahren und maximale Raumausnutzung ermöglichen. Um bei den starken Belastungen die Sicherheit von Personen, Maschinen und Material zu jeder Zeit zu gewährleisten, ist innovative Sicherheitstechnik unverzichtbar. In ihren neuen Regalbediengeräten der Colibri-Serie setzt die Firma Winkel als führender Anbieter von Lineartechnik für schwere Lasten daher auf die bewährten ROBA-stop®-M-Sicherheitsbremsen von mayr® Antriebstechnik. Das Bremssystem im Regalbediengerät erfüllt die strengen Anforderungen des Performance Level PL d für hohes Gefährdungsrisiko nach EN ISO 13849-1 und ist vom TÜV geprüft. Die Sicherheitsbremsen überzeugen zudem durch einen minimalen Energiebedarf, eine sehr geringe Eigenerwärmung und kurze Schaltzeiten. Die hohe Lebensdauer, der niedrige Wartungsaufwand sowie die einfache und schnelle Montage machen die Bremsen darüber hinaus zu einer besonders wirtschaftlichen Lösung.

Das Regalbediengerät zeichnet sich durch ein innovatives und besonders dynamisches Antriebskonzept aus. Ein frequenzgeregelter Zentralantrieb greift an der oberen und unteren Fahrschiene formschlüssig jeweils mit einem Zahnrad in eine Zahnstange ein. Die Synchronisation erfolgt mechanisch über eine Kardanwelle. Der Mast ist dadurch zweifach gestützt und erreicht so eine hohe Steifigkeit ohne Lastpendeln. Zudem schafft der Synchronantrieb die Voraussetzungen für eine leichtere mechanische Bauweise mit geringerem Gewicht. So reicht auch ein kleinerer Antrieb mit weniger Stromverbrauch aus. Damit arbeitet das Regalbediengerät trotz der hohen Dynamik äußerst energieeffizient.

Um die Sicherheitsauflagen zu erfüllen, erfordern herkömmliche Regalbediengeräte auf horizontaler Achse eine Pufferzone zwischen Regal und Gebäudewand, das sogenannte Anfahrmaß. Das besondere Antriebssystem im Regalbediengerät Colibri, mit dem sicherheitsgerichtete Positionen angefahren werden können, garantiert dagegen hohe Sicherheit auf kompaktem Bauraum. „Das TÜV-geprüfte Sicherheitsbremssystem sorgt dafür, dass die hydraulischen Puffer entfallen können, die normalerweise am Gassenende als Endbegrenzung dienen“, erläutert Dipl.-Ing. Thomas Riffert, technischer Geschäftsführer der Winkel GmbH. „Dies spart zusätzlichen Raum, den die Kunden mit Ware füllen können.“ Zudem führt das System turnusmäßig einen funktionalen Bremstest durch.

Direkt an der oberen und unteren Zahnstange des Regalbediengeräts ist je eine ROBA-stop®-M-Sicherheitsbremse von mayr® Antriebstechnik montiert. Die Bremse an der oberen Zahnstange in Baugröße 250 erzeugt dabei ein Bremsmoment von 450 Nm, die Bremse in Größe 500 an der unteren Zahnstange hat ein Bremsmoment von 600 Nm. Diese elektromagnetischen Federdruckbremsen arbeiten nach dem Fail-safe-Prinzip, das bedeutet, sie sind ausfallsicher. Sie sind im stromlosen Zustand, also auch bei Stromausfall oder Not-Aus, geschlossen.

Wird der Strom eingeschaltet, baut sich in den Bremsen ein Magnetfeld auf. Die Ankerscheibe wird dadurch gegen den Federdruck an den Spulenträger gezogen. Der Rotor, der über eine Zahnnabe mit der gelagerten Ritzelwelle verbunden ist, ist damit frei, d. h. die Bremse ist gelüftet. Die Welle kann frei durchlaufen, das Ritzel läuft in der Zahnstange mit. Bei Fehlerzuständen wie Stromausfall oder Not-Aus greifen die ROBA-stop®-M-Bremsen als eigenständige Bremssysteme unabhängig vom Antrieb direkt in die Zahnstange ein und bringen das Gerät vor dem Gassenende innerhalb kürzester Zeit zuverlässig zum Stillstand. Aber auch bei einer Beschädigung der Bremse, verursacht beispielsweise durch Kabelbruch oder Ausfall der Magnetspule, bleibt das Bremsmoment erhalten.

Die ROBA-stop®-M-Bremsen gewährleisten volle Sicherheit, auch wenn der Antrieb beispielsweise zu Montage- oder Wartungsarbeiten abgebaut wird. Zudem können die Sicherheitsbremsen von mayr® Antriebstechnik in Bezug auf Betriebssicherheit und Wartungsfreundlichkeit im Vergleich zu zahlreichen anderen Federdruckbremsen entscheidend punkten. Sie zeichnen sich durch eine geschlossene Bauform und die damit verbundene hohe Schutzart IP 54 beziehungsweise IP 65 in abgedichteter Ausführung aus. Ausgelegt für eine Einschaltdauer von 100 Prozent sind die ROBA-stop®-M-Bremsen wartungsfrei auf Lebensdauer der Reibbeläge. Ihr kompakter und funktionssicherer Aufbau ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Montage. Durch den konstruktiv vorgegebenen, geprüften und unveränderbaren Arbeitsluftspalt werden zudem Montage- und Einstellfehler vermieden. Die variable Federbestückung für verschiedene Drehmomente macht die Sicherheitsbremsen darüber hinaus besonders flexibel.

Sicherheitsbremsen von mayr® Antriebstechnik haben ihre hohe Zuverlässigkeit bereits millionenfach im Feldeinsatz bewiesen. Sie tragen entscheidend dazu bei, das Gefährdungsrisiko nach EN ISO 13849-1 zu minimieren. Bewährte Konstruktionsprinzipien und permanente Kontrollen stellen eine gleichbleibend hohe Qualität sicher.

Simone Dauer

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