Mayr Antriebstechnik besiegelt Schulpartnerschaften

Im Rahmen einer feierlichen Vertragsunterzeichnung besiegelte das Mauerstettener Maschinenbauunternehmen Mayr Antriebstechnik seine Schulpartnerschaften mit der Marien-Realschule Kaufbeuren und der Mittelschule Germaringen. Gemeinsam wollen Schulen und Unternehmen eine praxisnahe Ausbildung fördern und Jugendliche für technische Berufe begeistern.

Wirtschaft erleben, Gelerntes in der Praxis umsetzen, Erfahrungen im Arbeitsalltag sammeln, den Wunschberuf entdecken – eine Schulpartnerschaft bietet Unternehmen und Schulen die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen. Das Mauerstettener Maschinenbauunternehmen Mayr Antriebstechnik baut daher im Rahmen von Schulpartnerschaften seine Zusammenarbeit mit der Marien-Realschule Kaufbeuren und der Mittelschule Germaringen künftig weiter aus. Als Schirmherr unterstützt und begleitet die IHK Schwaben die Kooperationen. Mit der feierlichen Vertragsunterzeichnung am Montag, den 18. Januar, in Mauerstetten wurden die Schulpartnerschaften nun offiziell besiegelt. Schulen und Unternehmen bekräftigten, gemeinsam Verantwortung für eine praxisnahe Ausbildung der Jugendlichen zu übernehmen und zeigten Perspektiven auf.

Die Tür in ein Top-Unternehmen

Der demographische Wandel und die zunehmende Akademisierung der Ausbildung erschweren Unternehmen derzeit mehr und mehr die Suche nach geeigneten Auszubildenden. „Obwohl wir heute noch keine Probleme haben, Nachwuchs zu finden, ist es uns wichtig, zukunftsorientiert zu handeln“, erklärt Günther Klingler, Geschäftsführer von Mayr Antriebstechnik, der die anwesenden Gäste, Vertreter der Schulen, Wirtschaft und Politik, begrüßte. „Im Rahmen der Schulpartnerschaften möchten wir daher die Schülerinnen und Schüler frühzeitig für technische Berufe begeistern. Gerade auch Mädchen, die bislang viel zu selten eine technische Berufslaufbahn einschlagen, möchten wir fördern.“ Stephan Stracke, Mitglied des Deutschen Bundestages und als arbeitspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe zuständig für Nachwuchsförderung, bezeichnete in seinem Grußwort die Schulpartnerschaften als Win-win-Situation für Schulen und Unternehmen. Jugendliche würden so über einen niederschwelligen Einstieg frühzeitig einen potenziellen Ausbildungspartner finden. Der Wert der dualen Ausbildung sei nicht zu unterschätzen, denn sie öffne die Tür in die Top-Unternehmen der Region.

Zusammenarbeit weiter ausbauen

Die IHK unterstützt die Schließung von Schulpartnerschaften, ein Konzept zur Fachkräftesicherung, das sich bewährt, wie Gerhard Schlichtherle, Regionalvorsitzender der IHK Schwaben erläuterte. So seien in den vergangenen drei Jahren 125 neue Schulpartnerschaften in Schwaben entstanden. Mayr Antriebstechnik und die beiden Schulen planen im Rahmen ihrer Kooperationen künftig gemeinsame Projekte wie zum Beispiel Bewerbungstraining, Berufsinformationsveranstaltungen, Betriebsbesichtigungen oder auch Lehrerpraktika. Auch das Mädchen und Technik (MUT) Projekt, das die Marien-Realschule Kaufbeuren und Mayr Antriebstechnik über die Schulpartnerschaft hinaus bereits seit mehreren Jahren verbindet, wird weiter ausgebaut. Rudolf Wisbauer, Direktor der Marien-Realschule, blickte auf insgesamt über 20 Jahre Zusammenarbeit mit dem renommierten Mauerstettener Unternehmen zurück und bezeichnete die offizielle Vertragsunterzeichnung der Schulpartnerschaft nun augenzwinkernd als Ende einer wilden Ehe.
Josef Kreuzer, Direktor der Mittelschule Germaringen schätzt Mayr Antriebstechnik als weltweit tätiges Unternehmen, das dennoch tief mit der Region verbunden ist und hob die Berufschancen hervor. Das Unternehmen legt seit Jahrzehnten großen Wert auf eine fundierte Ausbildung. Dazu gehören die eigene Lehrwerkstatt mit modernsten Ausbildungsmitteln und Arbeitsgeräten ebenso wie ein hochqualifiziertes und erfahrenes Ausbildungsteam – der Grundstein für eine stabile Zukunft.

Simone Dauer

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