Eine Investition, die sich lohnt

Die Einsatzbedingungen bei Extrudern stellen höchste Anforderungen an Sicherheitskupplungen, die von Standardbaureihen meist nur unzureichend erfüllt werden können. Daher bietet mayr® Antriebstechnik maßgeschneiderte Lösungen für sicheren und zuverlässigen Schutz von Extrudern im Überlastfall. Sie verhindern teure Schäden und Produktionsausfall.

Produktion im Drei-Schichtbetrieb, maximales Durchsatzvolumen und größtmögliche Auslastung der Kapazität – in kaum einem anderen Industriezweig sind die Einsatzbedingungen für Antriebssysteme so anspruchsvoll wie in der Extrusion. Daher lassen sich Überlastfälle in Extrudern nie vollkommen vermeiden. Hierbei besteht die Gefahr, dass teure Maschinenkomponenten wie Getriebe oder Schneckenwellen Schaden nehmen und vorzeitig ausfallen.

Die Ursachen für Überlastfälle sind meist Blockierungen der Schnecken durch Fremdkörper sowie verschmutztes Verarbeitungsmaterial, Fehler der Thermosteuerung und veränderte Viskosität des Materials oder andere Fehler bei den Verarbeitungsparametern. Oftmals ist schon ein einziger Überlastschaden viel teurer als eine Sicherheitskupplung. „Der Einsatz einer Sicherheitskupplung empfiehlt sich generell, auch bei kleinen Maschinen. Die Investition steht in keinem Verhältnis zu den Kosten, die ein Getriebe- oder Schneckenwellenschaden sowohl an Materialkosten als auch an Produktionsausfall mit sich bringt“, rät daher Ulrich Weller, Konstruktionsexperte bei der Coperion GmbH.

Herkömmliche Sicherheitskupplungen verlieren bei schwellender Belastung nahe am eingestellten Drehmoment schnell die Abschaltgenauigkeit. Daher hat mayr® Antriebstechnik als weltweit führender Hersteller von Sicherheitskupplungen mit der EAS®-dutytorque eine drehmomentbegrenzende Kupplung entwickelt, die speziell auf die Anforderungen in Extrudern ausgerichtet ist. Diese Sicherheitskupplung überträgt das Drehmoment im störungsfreien Betrieb mit hoher Präzision und gleicht Wellenversätze zwischen An- und Abtrieb aus. Wird durch eine Störung oder Blockierung das eingestellte Moment überschritten, rastet die Kupplung zuverlässig in Sekundenbruchteilen aus und trennt so An- und Abtrieb nahezu restmomentfrei. Die gespeicherte Rotationsenergie kann frei auslaufen. Die Kupplung bleibt freigeschaltet, bis sie bewusst von Hand oder mittels Vorrichtung einfach und schnell wieder eingerastet wird. Die EAS®-dutytorque zeichnet sich durch eine hohe reproduzierbare Genauigkeit aus, die auch nach vielen hundert Auslösungen erhalten bleibt.

Dank der großen Wellenbohrungen ist die Kupplung für nahezu alle Antriebsmotoren geeignet. Zudem sorgt ihre hohe Wuchtgüte für einen ruhigen Lauf des Antriebs. Die EAS®-dutytorque ist mit einer elastischen Kupplung kombiniert, die Verlagerungen der Wellenenden ausgleicht. Auf der elastischen Seite hat die Kupplungskombination eine geteilte Nabe. Der Klauenring der elastischen Kupplung lässt sich abschrauben und zurückschieben. Bei zurückgeschobenem Klauenring kann die komplette Kupplung radial ausgebaut werden, ohne dass An- und Abtrieb axial verschoben werden müssen. Die EAS®-dutytorque basiert auf einzelnen Überlastelementen, die in die Flansche integriert sind. Durch dieses modulare Konzept lassen sich auf den jeweiligen Einzelfall zugeschnittene Kupplungen bauen, die bis zu einem Einstellmoment von 17.000 Nm lieferbar sind.

Bei kleineren Einstellmomenten bis zu 3.000 Nm kommt zusätzlich die EAS®-compact®-Freischaltkupplung zum Einsatz, die bei Überschreiten des eingestellten Grenzdrehmoments ebenfalls mit hoher Abschalt- und Wiederholgenauigkeit ausrastet und An- und Abtriebsseite dauerhaft voneinander trennt. Ein angebauter Endschalter kann wie bei der EAS®-dutytorque die Ausrastbewegung aufnehmen und den Antrieb abschalten. Zudem lässt sich das Drehmoment über Einstelltabellen einfach und stufenlos einstellen. Beide Kupplungen überzeugen durch geringe Massenträgheitsmomente, eine kompakte Bauweise und hohe Lebensdauer sowie minimalen Wartungsaufwand. Sie eigenen sich daher optimal für den Einsatz in Extrudern und bieten sicheren und zuverlässigen Schutz im Überlastfall.

Manfred Heinkel

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